Dieses Thema Wein und Gesteine beschäftigt schon Generationen von Winzern, Verkoster, Weinkenner und Forscher und löst oftmals Diskussionen aus.

Dieses Thema beschäftigt schon Generationen von Winzern, Verkoster, Weinkenner und Forscher und löst oftmals Diskussionen aus. Es heißt, dass vulkanische Böden wie auf Ischia dem Wein eine feurig-scharfe Note verleihen soll.

Kalkböden sollen kräftige Weine hervorbringen, lehmige Böden hingegen gehaltvolle Weine. Allgemein heißt es nach zahlreichen Diskussion, dass schweres Terrain (steiniger Boden) einen vollen Geschmack überbringen soll, sandiges Terrain hingegen einen leichten Geschmack.

Wissenschaftlich betrachtet, kann man die Mineralien, aus denen die Gesteine im Boden bestehen, nicht riechen und nur sehr bedingt schmecken. Dennoch hat sich in der Weinwelt der Begriff Mineralik (oder Mineralität) in den letzten Jahren etabliert. Damit sind aber vielmehr die Mineralstoffe gemeint, also anorganische Nährstoffe wie Calcium, Kalium oder Phosphor, die die Pflanze über das Wasser aufnimmt oder dem Boden bzw. dem Gestein durch einen Ionenaustausch entzieht. Kurz gesagt, je besser der Ionenaustausch funktioniert, desto besser wird die Pflanze mit Nährstoffen versorgt.

Um diesen Ionenaustausch zu fördern, bedarf es den für die Rebe passenden ph-Wert des Bodens. Dieser liegt, je nach Bodenart, zwischen 5,5 und 7.

Letzten Endes ist es nicht der Boden alleine, der den Geschmack des Weins bestimmt. Es ist vielmehr das Zusammenspiel verschiedener Faktoren. So darf auch das Klima nicht außer Acht gelassen werden. Die Anzahl der Sonnenstunden und damit auch die Fähigkeit des Bodens Wärme zu speichern, haben einen großen Einfluss auf das Wachstum und die Reifung der Traube, also auch auf den späteren Säuregehalt bzw. der Säurestruktur des Weins.